Klangvolle Stimmung im Kolpinghaus: Kammermusikabend am FLG

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Ende Januar lud die Fachschaft Musik des Friedrich-List-Gymnasiums zum diesjährigen Kammermusikabend ins Kolpinghaus Gemünden ein. Knapp 130 Zuhörer folgten der Einladung und füllten den stimmungsvoll illuminierten Konzertraum bis auf den letzten Platz. Insgesamt 32 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 13 hatten ein abwechslungsreiches Programm aus solistischen Beiträgen und in kammermusikalischen Besetzungen vorbereitet.

Den Abend eröffnete unser neu gegründetes Streichquartett mit zwei kontrastierenden Stücken von Johann Sebastian Bach und Béla Bartók. Nach einer kurzen Begrüßung durch Schulleiter Ingo Schneider war Frida Reinhardt (6a) am Klavier mit gefühlvoller Filmmusik aus „Die fabelhafte Welt der Amelie“ zu hören, bevor Julius Hagedorn (5b) an der Violine gemeinsam mit Roman Hebig (5b) am Violoncello ein abwechslungsreiches Menuett von Franz Schubert spielte. Die beiden hatten erst wenige Tage zuvor beim Wettbewerb „Jugend Musiziert“ in ihrer Altersklasse einen ersten Preis geholt.

Frieda Amend (7b) zeigte ihre Fähigkeiten am Klavier mit dem „Berlin Song“ von Ludovico Einaudi. Mit Olivia Ramjan (6a) und Mina Marginean (Matthias-Grünewald-Gymnasium Würzburg, 6a) war nun ein weiteres Duett zu hören. Die beiden Violinistinnen hatten hierfür das Menuett aus der Feuerwerksmusik von Händel vorbereitet.

Marleen Wegerhoff (8a) zeigte im Anschluss ihre stimmliche Vielfalt mit dem zeitgenössischen Chanson „Voilá“. Begleitet wurde sie dabei von ihrem Gesangslehrer Michael Albert am Klavier. Marlene Rügamer (9b) hatte mit „Idea 10“ des zeitgenössischen Pianisten Gibran Alcocer ein aufwändiges und stimmungsvolles Werk vorbereitet. Im Anschluss bot Carolina Wegerhoff (9a) mit „My Heart Will Go On“ ein zentrales Werk der Filmmusikgeschichte dar. Mit Musik aus „The Beauty and the Beast“ ging es gefühlvoll im selben Genre weiter: Sängerin Amelie Egert (9a) wurde dabei am Klavier wieder von Michael Albert begleitet. Mit „Blue Bird“ von Yoshiki Mizuno hatte Tuana Heidenfelder (9a) am Klavier ein sehr effektvolles und aufregendes Stück vorbereitet und forderte die Mechanik unseres Flügels heraus. Mit den ruhigen Gitarrenklängen zu „Tears in Heaven“, gespielt von Lara Gärtner (8c), wurde das Publikum in eine Pause entlassen. Hier gab es kleine Stärkungen und Zeit für umfassende Gespräche.

Den zweiten Teil eröffnete unser Vokaltrio. Die drei Sängerinnen Marleen Wegerhoff, Amelie Egert und Theresa Gerhard (q13) waren an diesem Abend somit nicht nur solistisch zu hören, sondern zeigten nun auch ihre Fähigkeiten beim gemeinsamen Singen. Bei „A Winter’s Tale“ und „Mary, Did You Know“ wurden sie von Michael Albert am Klavier begleitet.

Viele unserer Schülerinnen und Schüler beherrschen mehrere Instrumente. Daher überraschte es nicht, dass Tuana Heidenfelder (9a) auch in diesem Jahr neben dem Klavier wieder mit ihrem zweiten Instrument zu hören war. Gemeinsam mit Ludwig Fürsch (11b) hatte sie als Violinduett zunächst den „Ungarischen Tanz Nr. 5“ von Brahms vorbereitet und den Hymnus des „Jupiter“ aus Gustav Holst programmatischem Werk „Die Planeten“. Mit dem „Liebestraum Nr. 3“ präsentierte Felix Meyer (q12) ein äußerst anspruchsvolles Werk am Klavier, bevor Theresa Gerhard nun solistisch zu hören war: Mit Tschaikowskys „Lied der Romni“ schuf die Sängerin eine starke Atmosphäre. Begleitet wurde sie dabei von Michael Albert. Leopold Beßler (11b) zeigte sein Können am Klavier mit einem anspruchsvollen Peter-Bence-Arrangement des Songs „Don’t Stop Me Now“ der Band Queen.

Rüdiger Wiesenhütter bedankte sich an dieser Stelle bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für einen rundum gelungenen Abend. Besonders bedankte er sich auch für die gute Zusammenarbeit mit der Sing- und Musikschule Gemünden, deren neue Leiterin Anja Schlundt unter den Gästen war. Es erfolgte zudem die Einladung zum alljährlichen Sommerkonzert, das dieses Jahr am 18.06.2026 an unserer Schule stattfinden wird.

Der Chor ließ den Abend mit „Deep Tells Me to Sing“ und „California Dreamin‘“ ausklingen und schaffte es dabei zusammen mit Chorleiter Michael Albert das Publikum direkt mit in die Performance einzubinden.

Text & Fotos: Fachschaft Musik