Ende April durften die Schülerinnen und Schüler des P-Seminars „Fairtrade“ des Friedrich-List-Gymnasiums einen ganz besonderen Gast begrüßen. Jochen Hackstein, Geschäftsführer des Fairtrade-Kaffeeladens WÜPAKA aus Würzburg, brachte den Jugendlichen seinen Arbeitsalltag nahe. Dabei ging er vor allem auf seinen Einsatz in Tansania ein und unterstützte seinen spannenden Vortrag durch bewegende Videos und Bilder von seinen Besuchen und Projekten, die Leben verändern.
Auf persönlicher Ebene verhandelt er mit den Bauern und zeigt sich ihnen als verlässlicher Arbeitspartner. So erlebt er ihre Kultur hautnah und kann so ihre Lebensweisen besser verstehen. Alle 6 Monate fliegt er dorthin, um mit eigenen Augen beurteilen zu können, wie effektiv sich Projekte etablieren konnten.
Besonders spannend waren die Berichte von kulturellen Unterschieden zwischen Deutschland und Tansania. Etwas erschreckend waren dabei die Geschichten zu den Ausmaßen des immer noch bestehenden Aberglaubens. Menschen mit Albinismus, die hier verglichen mit anderen Ländern recht häufig sind, werden z.B. als schlechtes Omen gesehen. Glück bringe es in ihrer Vorstellung jedoch, wenn man Teile dieser Personen an einer Kette trägt. Dies führt oft zu Ermordungen und Misshandlungen der betroffenen Personen. Um gegen dieses Problem vorzugehen, gründete WÜPAKA Waisenheime, in denen diese Kinder geschützt aufwachsen können.
Darüber hinaus fördern die Projektleiter die Emanzipierung der Frauen und sorgen für Bildungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche beziehungsweise für Ausbildungsplätze für Erwachsene. Jeder Einzelne kann diese Projekte durch den Kauf von WÜPAKAs Produkten unterstützen.
Text: Paula Schedlbauer und Enya Seubert / Foto: Enya Seubert

