Floristik und gelebte Nachhaltigkeit: P-Seminar des FLG blickt hinter die Kulissen von Blumen Többe

Blumen Többe

Kürzlich erhielt das P-Seminar „FairTrade“ des Friedrich-List-Gymnasiums Gemünden eine besondere Gelegenheit, Theorie und Praxis miteinander zu verknüpfen: Die Schülerinnen und Schüler besuchten das traditionsreiche Fachgeschäft Blumen Többe in Gemünden, um mehr über das Floristenhandwerk und die Bedeutung von fairem Handel in der grünen Branche zu erfahren.

Inhaberin Sabine Többe-Trabold begrüßte die Gruppe herzlich und führte sie durch den Betrieb, der seit fast 100 Jahren fest im Gemündener Stadtbild verankert ist und mittlerweile in der dritten Generation geführt wird. Während des Rundgangs durch den Verkaufsraum, den Arbeitsraum und die weitläufigen Gewächshäuser erhielten die Jugendlichen einen tiefen Einblick in den anspruchsvollen Alltag. Von der kreativen Gestaltung von Sträußen und Gestecken über sensible Beratungsgespräche für Hochzeiten und Trauerfälle bis hin zur intensiven täglichen Pflege der Pflanzen wurde schnell klar, wie viel handwerkliches Geschick dieser Beruf erfordert.

Als P-Seminar mit dem Schwerpunkt „Fair Trade“ interessierten sich die Schülerinnen und Schüler verständlicherweise besonders für die Lieferketten und Herstellungsbedingungen. Für Sabine Többe-Trabold ist Nachhaltigkeit kein bloßes Modewort, sondern eine tief verwurzelte Grundhaltung. Sie erklärte den Jugendlichen, wie wichtig ihre fairen Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern der Blumen sind. Um Umweltbelastungen zu minimieren und lange Transportwege zu vermeiden, setzt der Gemündener Betrieb konsequent darauf, so viele Pflanzen und Schnittblumen wie möglich direkt aus Deutschland zu beziehen. Dieser bewusste Umgang mit Ressourcen bewies den Schülern eindrucksvoll, dass nachhaltigPes Wirtschaften im lokalen Handwerk erfolgreich umgesetzt werden kann.

Der Besuch hinterließ beim P-Seminar des FLG einen nachhaltigen Eindruck. Die Exkursion bot nicht nur spannende Einblicke in ein traditionsreiches Handwerk, sondern zeigte auch praxisnah auf, wie globale Verantwortung vor Ort gelebt wird. Ein herzlicher Dank des Seminars gilt Sabine Többe-Trabold für ihre Offenheit, ihre Zeit und die wertvollen Impulse für die weitere Projektarbeit.

Text: Janis Höfling (11a) / Foto: Jessica Hakki