Nachdem sich die Klasse 6b des Friedrich-List-Gymnasiums im Englischunterricht intensiv mit dem Thema „Inklusionssport“ auseinandergesetzt hatte, bot sich den Schülerinnen und Schülern kürzlich eine besondere Gelegenheit, ihr theoretisches Wissen durch einen authentischen Erfahrungsbericht zu vertiefen. Ihr Mitschüler Xaver Gebele aus der Klasse 8a besuchte die Klasse und hielt auf Englisch einen Vortrag über seine Sportart „Wheelchair Racing“, also Rennrollstuhlsport.
Dabei vermittelte er nicht nur grundlegende Regeln und Abläufe dieser Disziplin, sondern erklärte auch anschaulich, welche Distanzen bei Wettkämpfen zurückgelegt werden und welche spezielle Ausrüstung für diesen anspruchsvollen Sport erforderlich ist. Besonders beeindruckend war für die Klasse, welche körperliche Leistungsfähigkeit hinter diesem Sport steckt.
Persönliche Motivation und große Ziele
Im weiteren Verlauf seines Vortrags berichtete Xaver auch sehr persönlich von seiner Motivation: Er erklärte, warum er sich für den Rennrollstuhlsport begeistert, wie häufig er trainiert und welche Ziele er sich für die Zukunft gesetzt hat. Dazu zählen beispielsweise die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft 2026 sowie der Traum von den Paralympics 2032 in Australien.
In einer Fragerunde wollten die Schülerinnern und Schüler mehr über Trainingspläne, Wettkampferfahrungen und die notwendige Ausrüstung erfahren. Xaver nahm sich viel Zeit, um alle Fragen ausführlich zu beantworten, und schaffte es so, seine Begeisterung für den Sport auf die Zuhörerinnen und Zuhörer zu übertragen.
Der Besuch fügt sich nahtlos in das Bestreben des Friedrich-List-Gymnasiums ein, das Thema Inklusion nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch erfahrbar zu machen. In diesem Zusammenhang dürfen sich die Schülerinnen und Schüler bereits auf ein weiteres Highlight freuen: Am 21. Mai findet am FLG wieder der Inklusionstag statt, der aktuell fest in der 7. Jahrgangsstufe verankert ist.
Rollstuhlbasketball und Blindenparcours beim Inklusionstag am FLG
An diesem besonderen Projekttag haben die Jugendlichen die Möglichkeit, verschiedene inklusive Sportarten selbst auszuprobieren und Perspektiven zu wechseln. So stehen unter anderem Rollstuhlbasketball sowie ein Blindenparcours auf dem Programm, bei dem die Teilnehmenden alltägliche Herausforderungen ohne Sehsinn erleben können. Ziel der Veranstaltung ist es, das Bewusstsein für die Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderung zu stärken, Vorurteile abzubauen und Empathie zu fördern.
Xaver freut sich schon darauf, seinen Mitschülern als Referent Tipps zum Thema Rollstuhlsport zu geben. Sein Vortrag lieferte bereits einen eindrucksvollen Vorgeschmack und zeigte einmal mehr, wie bereichernd persönliche Begegnungen und Erfahrungsberichte im schulischen Alltag sein können.
Autoren: Linda Hahn und Julius Mayer / Foto: Linda Hahn

