Kinderrucksack aus Beton

Foto: M. Filies

Ein Kinderrucksack aus Beton soll künftig an das Schicksal von Nathan Weinberg erinnern. 1941 wurde der junge Gemündener im Alter von sechs Jahren zusammen mit seiner Mutter deportiert und ermordet. KRASS ließ das ungewöhnliche Gepäckstück von Künstler Paul Bode fertigen, der es kürzlich den Schülerinnen übergab. Der Rucksack ist Teil einer Installation, die in Gemündens Stadtkern aufgebaut werden soll. Bis zu seinem Umzug, steht er nun im Sekretariat des FLG. Die Stadt selbst hatte bei Paul Bode einen Koffer in Auftrag gegeben: Beide Gepäckstücke verstehen sich als Beitrag zur regionalen Aktion „DenkOrt Aumühle“, mit der an das Schicksal der unterfränkischen Juden erinnert werden soll. KRASS entschied sich in diesem Zusammenhang ganz bewusst für einen Kinderrucksack, um damit symbolisch auch der vielen Kinder zu gedenken, die während der Nazidiktatur Opfer abscheulicher Verbrechen wurden.

„Gleichgültigkeit ist wie Gift“ (Éva Fahidi)

Es ist 18 Uhr, die Aula des FLG ist gut besetzt, die Bühne in ein gemütliches Wohnzimmer verwandelt. Burkhard Hose, unser Gast und Autor des Buches „Seid laut!“, lässt sich in einem blauen Ledersessel nieder. Ihm gegenüber: Paula und Katharina von KRASS. Beide haben die Veranstaltung intensiv vorbereitet und freuen sich sichtlich über den Besucher, der wie KRASS schon mit dem Würzburger Friedenspreis ausgezeichnet wurde: Ein erster Anknüpfungspunkt. Die folgenden kurzweiligen 90 Minuten sind eine bunte Mischung aus Interview, Lesung und sogar einem Poetry-Slam, zu dem weitere Mitglieder der KRASS-Gruppe auf die Bühne eilen. Es geht um soziale Gerechtigkeit, Jesus als Vorbild in der Bibel, Söders Kreuzerlass, die Frage, wie politisch ein Kirchenmann sein darf oder muss. Es geht um das Wir. Wie wir miteinander umgehen. Sichtlich bewegt erzählt der Autor etwa auch von seinen Begegnungen mit Zeitzeugen, so z.B. mit der Auschwitz-Überlebenden Éva Fahidi, die er bei einem Besuch in Würzburg 2015 kennenlernen durfte. Sie sagte: „Gleichgültigkeit ist wie Gift“. Eine Mahnung an uns alle, nicht wegzusehen, wenn anderen Unrecht geschieht. Eine Mahnung, der wir Gehör schenken sollten: „Seid laut!

80 Jahre nach der Pogromnacht

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Am 9.11. führten Mitglieder unseres Klubs Rassismus ablehnender Schülerschaft (KRASS) die 8. Klassen entlang der Stolpersteine in Gemünden und gedachten dabei auch der Vorfälle in der Pogromnacht. Dank der mitgebrachten Tablets ließen sich alte Gebäude, wie z.B. die zerstörte Synagoge, visualisieren. Alte Familienfotos trugen zudem dazu bei, den Namen auf den Stolpersteinen wieder ein Gesicht zu geben.

Der Würzburger Friedenspreis 2018 geht an KRASS

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AuftrittdesChores
FoyerdesMainfrankentheaters
UnsereMusiker
VerleihungdesFriedenspreises
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Seit 2005 gehört das FLG dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an. Am 22. Juli 2018 wurde unser Klub Rassismus ablehnender Schülerschaft – kurz „KRASS“ – nun für seine beharrliche und vielfältige Arbeit gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus mit dem Würzburger Friedenspreis 2018 ausgezeichnet. Eine riesige Ehre, über die sich die knapp 30 KRASS-Mitglieder natürlich sehr freuten! Unsere Bilder zeigen die Fotos der stolzen Schülerinnen und Schüler, das Publikum im Foyer des Mainfrankentheaters Würzburg, wo die Preisverleihung stattfand, sowie die Musiker, die mit ihren fantastischen Beiträgen zu einem viel gelobten Vormittag beitrugen.

Liebe im Karton

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Auch in diesem Schuljahr beteiligt sich das Friedrich-List-Gymnasium wieder an der Aktion „Liebe im Karton“. 2016 gingen die Päcken noch an Kinder in griechischen Flüchtlingscamps. In diesem Jahr soll Bedürftigen in der Region damit eine kleine Freude bereitet werden.

Mit vielen Ideen und einer großen Portion Kreativität machten sich Schüler, Lehrer und das Sekretariat in den vergangenen Tagen ans Schnüren der sogenannten „Love-Boxes“. Eingepackt wurden zum Beispiel wärmende Schals, selbstgebackene Plätzchen, Weihnachtskerzen, Tees, kleinen Spiele, Bücher, Hygieneartikel und Vieles mehr.

Ende dieser Woche werden die Kartons nun der Karlstadter Tafel übergeben. Dort kümmert man sich darum, dass die Päcken auch wirklich in die richtigen Hände gelangen.

Das FLG gehört seit 2005 zum Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Unsere Fotos zeigen Schülerinnen und Schüler der KRASS-Gruppe, die „Liebe im Karton“ ans FLG holten und nun die ersten Love-Boxes einsammeln konnten.“