Augen auf die Straße! List-Schüler zu Besuch in der Verkehrswelt der ADAC-Stiftung

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Am 16. und 17. Juli machte die Verkehrswelt der ADAC-Stiftung Halt in Würzburg. Auch Schülerinnen und Schüler des Friedrich-List-Gymnasiums nutzten die Gelegenheit, um sich vor Ort mit den Themen Sicherheit im Straßenverkehr und Unfallvermeidung auseinanderzusetzen.

Auf die Jugendlichen der 8. Jahrgangsstufe wartete ein interaktiver Parcours durch fünf Pavillons: Mal ging es um den Toten Winkel, mal um das Fahren unter Einfluss von Alkohol und Drogen, mal um das Testen der eigenen Reaktionszeit. Auf besonderes Interesse stießen auch drei Mofa-Fahrsimulatoren: Ausgestattet mit modernen VR*-Brillen (*Virtual Reality), konnten die Schülerinnen und Schüler hier nicht nur die eigenen Fahrkünste bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen testen, sondern mussten auch plötzlich auftauchenden Hindernissen ausweichen, um eine drohende Kollision zu vermeiden. Zugleich lernten sie, die Länge von Reaktions- und Bremsweg zu ermitteln; Wissen, das ihnen sicherlich auch für die eigene Führscheinprüfung noch von Nutzen sein wird.

Ein weiterer Schwerpunkt der Verkehrswelt lag auf dem Thema Ablenkung. 2016 zählte man in Deutschland insgesamt 3206 Verkehrstote. Jeder 10. Fall – so erfuhren die 8. Klassen bei ihrem Besuch – sei auf Ablenkung zurückzuführen gewesen. Oftmals mit im Spiel: Das Handy. Bei einer Umfrage unter mehr als 2500 Autofahrern räumten gut 61% ein, ihr Mobiltelefon im Auto zu benutzen; 92% hielten dies grundsätzlich für gefährlich. Ein seltsamer Widerspruch, der aber auch offenbart, wie omnipräsent das Handy heute im Alltag vieler Menschen ist. Gerade auch Jugendliche scheinen durch ihr Smartphone oft derart abgelenkt zu sein, dass für sie sogar ein eigener Begriff geprägt wurde: „Smombies“ (aus Smartphone und Zombie) – so werden die bezeichnet, die nur noch auf ihr Handy starren und ihre Umgebung darüber kaum mehr wahrzunehmen scheinen.

Hinzu kommt der Trend zum Tragen moderner Kopfhörer, die die Wahrnehmung von Umgebungsgeräuschen stark beeinträchtigen. Auch hierfür liefert die Verkehrswelt ihren Besuchern valide Umfragezahlen: Bei über 7000 jungen Radfahren trage jeder 10. einen Kopfhörer, ob nun als klobige Kult- oder winzige Bluetooth-Variante.

Verkehrserziehung dürfe deshalb nicht nach der Grundschulzeit enden, mahnt OStR Jürgen Endres, Fachberater für Verkehrserziehung und Unfallschutz an der MB-Dienststelle für Gymnasien in Unterfranken, der die Aktion in Würzburg initiierte. Es sei wichtig, aktuelle Trends und Entwicklungen im Auge zu behalten und Jugendliche entsprechend für Gefahren zu sensibilisieren. Dass dies nicht nur interessant sein sondern auch noch großen Spaß machen kann, bewiesen auch die positiven Rückmeldungen unserer Schülerinnen und Schüler.